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Physikalische Zauberstunde an der Alexander-von-Humboldt-Schule

„Gute Wissenschaft ist wie Zauberei“ – mit diesen Worten eröffnete Prof. Dr. René Beigang alias Professor Habakuk Tibatong  von der Universität Kaiserslautern seine  „Physik-Vorlesung“ vor Schülern der Jahrgänge 7, 8 und 9 der Alexander-von-Humboldt-Schule Aßlar. Schon mit dem ersten Seiltrick sprang der Funke zum Publikum über und die Schüler kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Ein unverschlossener Luftballon, aus dem die Luft nicht entweicht, ein „schwebender“ Zauberwürfel, ein verblüffendes Zahlenexperiment – mit großer Geschwindigkeit, aber immer unter Einbeziehung der Schüler, die begeistert mitgingen, reihte er einen Zaubertrick an den nächsten, wobei er stets auch den wissenschaftlichen Hintergrund streifte.

So erklärte er anhand einiger optischer Täuschungen, wie die menschliche Wahrnehmungserfahrung dazu führt, dass das Gehirn automatisch bestimmte Eindrücke entstehen lässt. Unter den ungläubigen Blicken der Schüler und Lehrer holte der Professor  zwei große Bowlingkugeln aus einem schmalen Koffer – der sogenannte „Damenhandtascheneffekt“-, ließ Flammen aus einem Buch schießen und stellte einige lustige Erfindungen vor. Für seine Demonstration der Reibungselektrizität benötigte er zwei Assistenten aus dem Publikum, mit deren Hilfe er vier Leuchtstoffröhren zum Leuchten brachte, nachdem er seine Füße in Socken an einem Teppich gerieben hatte. Bei seinem Kartentrick dachten viele Schüler schon, sie hätten das Täuschungsmanöver durchschaut, doch zeigte sich, dass der „Physikmagier“, der zunächst scheinbar die Lösung präsentierte, ihnen noch einige Schritte voraus war. Zuletzt demonstrierte Prof. Beigang, was man mit einem Laserstrahl alles anstellen kann: Wie ein kleiner Ball wanderte das von ihm gebändigte rote Licht durch seine Kleidung, ja sogar durch den Kopf von einem Ohr zum anderen. Die Schüler waren begeistert und spendeten reichlich Applaus.
Obwohl sich Zauberkünstler nicht gerne in die Karten schauen lassen, war Prof. Beigang im Anschluss an die „Vorlesung“ noch dazu bereit, im Rahmen eines Workshops einer Gruppe von interessierten Acht- und Neuntklässlern einige Tricks zu erklären. So lernten die Schüler, wie man eine unbekannte Spielkarte in einem Kartenspiel wiederfinden kann und wie es gelingt, einen Gummiring „durch den Finger hindurch“ zu ziehen oder ihn wie von Zauberhand von zwei Fingern auf die anderen springen zu lassen. Außerdem erhielten die Schüler viele nützliche Tipps, wie eine beeindruckende Zaubershow gelingen kann.
Sowohl Schüler als auch Lehrer waren begeistert von dem Vormittag mit Prof. Beigang, der sicherlich nicht zum letzten Mal an der Alexander-von-Humboldt-Schule aufgetreten ist.