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Alexander-von-Humboldt-Schule: Feierliche Verabschiedung in schwierigen Zeiten

Die geltenden Abstandsgebote haben es notwendig gemacht: Wie alle anderen Schulen hat auch die Alexander-von-Humboldt-Schule Aßlar ihre Abgänger mit einer stark reduzierten Version der geplanten Abschlussfeier entlassen müssen. Dennoch ist es gelungen, die 129 Schülerinnen und Schüler aus zwei Gymnasial-, zwei Real- und drei Hauptschulklassen herzlich und würdevoll zu verabschieden.

So fanden in der von Tanja Schulz und Natascha Lopez-Schäfer liebevoll passend zum Motto „Fire and ice“ dekorierten Schulaula hintereinander drei Abschlussveranstaltungen statt, wobei jeweils nur die Schüler eines Schulzweigs und einige Lehrer anwesend waren. Statt des üblichen Klassenfotos hatten alle Abgänger die Möglichkeit, ein Einzelbild von sich schießen zu lassen. Vor einer bunten Kulisse aus „Feuer“ und „Eis“ präsentierten sie stolz ihre Abschlusszeugnisse.

Für die musikalische Umrahmung sorgten Rüdiger Kölbach, Christoph Daniel, Paul Pfeiffer und Hannah Esch, die die Instrumentalstücke „Circle Of Life“ und „Time To Say Goodbye“ zum Besten gaben. Erstmals traten die Musiklehrer als Lehrerband auf, die von nun an bei schulischen Veranstaltungen musizieren wird. „Wir suchen noch einen Bandnamen“, verkündete Schulleiter Peter Schmidt.

Die erste der drei Veranstaltungen galt den Hauptschülern, die nach der Begrüßung durch den Schulleiter ihre zweijährige gemeinsame Zeit anhand einer Fotopräsentation Revue passieren ließen. Burhan Sariz dankte den Lehrern im Namen der Schüler für ihre Unterstützung. Als Vertreter der SV gratulierte Ilhan Ergün den Abgängern zu ihren Abschlüssen. Zu ihrem Zeugnis erhielten die Schüler, von denen 23 einen qualifizierten und 9 einen einfachen Hauptschulabschluss geschafft hatten, ein von ihren Klassenlehrern zusammengestelltes humorvolles „Carepaket“. Leon Baroth, Max Boje und Donya Vakil wurden für ihr Engagement in der Schulsanitäts-AG geehrt. Den Preis für das beste Hauptschulzeugnis erhielt Erduhana Hiseni, deren Notendurchschnitt bei 1,3 lag. Auch Andrea Siebert mit 2,0 sowie Vanessa Appel und Jenny Schulz erreichten mit 2,1 einen guten Durchschnitt.

„Das Ergebnis unserer Realschüler kann sich sehen lassen: 23 haben einen qualifizierten Abschluss erreicht, 16 einen einfachen“, freute sich Schulleiter Schmidt bei der zweiten Veranstaltung. Für Heiterkeit sorgte eine Fotoschau, bei der die Schüler ihren aktuellen Bildern Aufnahmen von ihrer Einschulung gegenüber gestellt hatten. Zehra Alanli, Paul Kimpel und Helly-Jane Kawalec sprachen im Namen ihrer Klassen Abschiedsworte. Sie zeigten sich erfreut, dass sie wider Erwarten nun doch noch gemeinsam verabschiedet werden konnten. Ihr Dank galt den Lehrern, die sie durch die Schulzeit begleitet hatten. Einige lustige Anekdoten aus den vergangenen Jahren sorgten für allgemeine Heiterkeit. Das Präsent für den besten Realschulabschluss ging an Miray Husoglu, die einen Schnitt von 1,5 erreicht hatte. Eine Reihe von weiteren Schülern konnte sich mit ihren Abschlüssen sehen lassen: Zehra Alanli, Enes Altuntas, Hagen Yang Krix und Nele Pfeiffer kamen auf die Durchschnittsnote 1,8.

Zuletzt wurden die Gymnasiasten verabschiedet, von denen 45 die Versetzung in die Klasse 11 geschafft hatten. „Ein besonderes Kapitel im Buch unseres Lebens ist zu Ende gegangen und ein neues öffnet sich nun“, so Amelie Bleul in ihrer letzten Rede als Schulsprecherin. Bevor die Zeugnisse verteilt wurden, ergriffen noch die Klassenlehrer das Wort, um ihren Schülern zu gratulieren, aber auch einige gute Ratschläge mit auf den Weg zu geben: „Investiert nicht nur Energie in eure Zukunft, sondern lebt auch ganz bewusst im Hier und Jetzt – das hat Corona uns gelehrt!“

Ein großes Lob ging an eine Reihe von besonders engagierten Schülern: Amelie Bleul, Mika Schatz und Ilhan Ergün wurden für ihre Arbeit in der SV und Manuela Sanchez-Perez und Hannah Brendel für ihre zuverlässige Mitarbeit in der Lehrbuchsammlung geehrt. Auch Mika Schatz, Philipp Klees, Micha Heitz und Robin Rau hatten sich ein Dankeschön für ihre langjährige Arbeit in der Technik-AG verdient. Dank ihres hervorragenden Notendurchschnitts von 1,1 erhielt Manuela Sanchez-Perez die Auszeichnung als beste Gymnasiastin. Einen sehr guten Abschluss erreichten auch Amelie Wenger mit 1,2 sowie Jonas Müller und Emirhan Sezer mit 1,3.

Schließlich ließen es sich die teils sichtlich bewegten Zehntklässler nicht nehmen, ihren Lehrern mit Geschenken für deren Engagement zu danken und ihre Wertschätzung zum Ausdruck zu bringen.

Auch wenn allgemein bedauert wurde, die Verabschiedung nicht mit den Eltern zusammen erleben und im Anschluss an den offiziellen Teil noch weiter feiern zu dürfen, überwog doch bei Vielen der Stolz, trotz widriger Umstände den angestrebten Abschluss erreicht und eine wichtige Etappe im Leben gemeistert zu haben.